Ich starte diesen Beitrag mit den Worten „Nicht nachmachen“ 😉 Ich bin kein Experte und schreibe lediglich meine Aktivitäten nieder. Keiner der Beiträge ist eine Anleitung zum Nachmachen und soll das auch nicht sein.

Jetzt zum Thema: Ich hatte bisher 2 Modula á 415 Watt in Südwest-Ausrichtung. Die Sonne scheint erst ab Mittag ca. 13:00 auf die Module. Um die Morgen- und Vormittagssonne mit einzufangen, habe ich ein drittes Modul an der Stirnseite des Balkons befestigt. Dort ist nicht viel Platz und das Modul sollte auch ziemlich unauffällig angebracht sein. Daher ist es ein 180-Watt-Modul mit einer Größe von ca 120 x 76 cm geworden.

Leider habe ich kein Modul gefunden, dass identische Spannungswerte wie die vorhandenen Module hat. Die vorhandenen Module haben eine Leerlaufspannung von ca. 38 Volt, das neue, kleine Panel hat eine Leerlaufspannung von ca. 49 Volt. In diesem Fall wird eigentlich von einer Parallelschaltung abgeraten. Daher habe ich das neue Panel direkt am ersten Eingang des Wechselrichters angeschlossen und den Speicher am zweiten Eingang.

Das Ergebnis hat mich allerdings nicht überzeugt. Das neue Solarpanel gab zwar brav ab den Morgenstunden seine Energie ins Haus ab und der Speicher wurde durch die beiden ‚großen‘ Module geladen, aber die Stromabgabe aus dem Speicher funktionierte mehr als schlecht. Trotz stabiler Verbindung mit dem Shelly Smartmeter wurde über den ganzen Tag meist nur die Mindestabgabe von 40 Watt aus dem Speicher entnommen, obwohl wesentlich mehr Verbrauch vorhanden war. Immer wieder stimmten die Werte kurzzeitig, nur um direkt auf Null zu gehen und wieder auf die Mindestabgabe.

Ich habe nun – entgegen der gängigen Empfehlungen – das kleine Modul mit einem der großen Module parallel an einen Eingang des Speichers angeschlossen. Das läuft jetzt seit einigen Tagen und in der Marstek-App des Speichers ist zu sehen, dass an diesem Eingang immer mehr Leistung ankommt, als an dem anderen Eingang, wo lediglich das zweite große Modul läuft. Die Ausgänge des Speichers sind wieder beide am Wechselrichter angeschlossen. Diese Konfiguration läuft nun seit einigen Tagen stabil.

Wie eingangs erwähnt, ich bin kein Experte und rate niemandem, dies selbst auszuprobieren. Eventuell vorhandene Verluste durch die unterschiedlichen Spannungen der Panele habe ich ebenfalls nicht gemessen, ich stelle lediglich fest, dass an dem Anschluss mit den zwei Modulen mehr Leistung ankommt als am anderen. Für mich reicht das, ich kann nun die Morgenstunden etwas besser nutzen als bisher und die verbrauchsabhängige Stromabgabe funktioniert.

Ein drittes Modul am Balkonkraftwerk

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